| Der quartus-Verlag wurde
1995 in Bucha bei Jena von Detlef Ignasiak gegründet,
um zunächst die Thüringer
Literaturzeitschrift „Palmbaum“ zu verlegen.
Die Palme war das Erkennungszeichen der Fruchtbringenden Gesellschaft,
der ersten Vereinigung zur Pflege deutscher Sprache und Literatur,
die 1617 in Weimar gegründet wurde. In dieser Tradition
verbindet die Zeitschrift Gegenwartsliteratur mit der Erschließung
des reichen Kulturerbes in Thüringen.
Das „Literarische Journal aus Thüringen“
erscheint seit 1993 kontinuierlich in nunmehr 82 Heften, von
denen jedes einem anderen Titelthema gewidmet ist. 2005 übernahm
Jens-F. Dwars die Redaktion, seitdem gestalten Künstler
aus Mitteldeutschland die Einbände und werden in den
Heften auch vorgestellt: von Gerhard Altenbourg über
Moritz Götze, Karl-Georg Hirsch, Gerda Lepke und Michael
Morgner bis zu Strawalde, Max Uhlig und Baldwin Zettl.
Gegenwartsliteratur und -Kunst sowie Thüringer Kulturgeschichte
wurden dann auch das Programm des Verlages, das er in verschiedenen
Buchreihen entfaltet.
Wichtigste Buchreihen:
Palmbaum. Texte. Kulturgeschichte:
Seit 1996 in 52 Bänden.
Schriftenreihe des Freundeskreises
Goethe-Nationalmuseum e.V.: seit 2011 in 14 Bänden.
Weiße Reihe:
seit 2013 in 27 Bänden mit Prosa, Lyrik und Essays mitteldeutscher
Autoren, herausgegeben und gestaltet von Jens-F. Dwars.
Seit 2005 erscheint unter dem Dach des Verlages
die Edition Ornament,
herausgegeben und gestaltet von Jens-F. Dwars.
Sie versteht sich als Buchkunst für den Alltag und vereint
mitteldeutsche Autoren und Grafiker. Ausgangspunkt war die
Schwarze Reihe in bisher 22 Bänden: Fadenheftung in schwarzen
Pappbänden mit handgeleimten Etiketten nach dem Vorbild
der Reihe „Der jüngste Tag“, je 500 num.
Exemplare, den ersten 50 liegt je eine Originalgrafik bei.
Texte von Wilhelm Bartsch über Friedrich Dieckmann und
Kerstin Hensel bis zu Rolf Schneider, BK Tragelehn und Wolf
Wondratschek. Grafiken von Dieter Goltzsche, Angela Hampel,
Klaus Süß, Ulrike Theußner u.a.
In der Reihe Ornament-Essay erschienen bislang vier Bände.
Außer der Reihe erschienen 25 Bände, darunter der
Briefwechsel zwischen Gerhard Altenbourg und Horst Hussel,
Goethes „Erotica“ mit Farbzeichnungen von Gerd
Mackensen, die Gedichte von Strawalde in faksimilierter Handschrift
und eine Familiengeschichte von Landolf Scherzer.
Das gewachsene Vertrauen in die Buchgestaltung
des Verlages führte dazu, dass seit 2016 auch die traditionsreichen
„Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“
unter dem quartus-Dach erscheinen (viermal im Jahr, jedes
Heft mit einer Originalgrafik).
Insgesamt sind im quartus-Verlag rund 300
Bände erschienen sowie 82 Palmbaum-Hefte und 40 Marginalien. |